Informationsmaterial und Links für HIV-Prävention bei Migrant_innen

 

Das Infomaterial und die Links der Aids-Hilfe Potsdam findet ihr unten

 

Medizinische Versorgung von Menschen ohne legale Aufenthaltsstatus

Menschen ohne Aufenthaltsstatus können keine Krankenversicherung abschließen, auch der Gang zum Sozialamt und die Beantragung eines Krankenscheins bleiben ihnen verschlossen. Der Grund: Die Übermittlungspflicht nach § 87 Aufenthaltsgesetz verpflichtet Sozialleistungsbehörden bundesweit dazu, Erkenntnisse über den Aufenthalt von Menschen in der “Illegalität” an die Ausländerbehörden weiterzuleiten. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn sie als unabweisbarer Notfall in einem Krankenhaus aufgenommen werden und durch die ärztliche Schweigepflicht und den sogenannten verlängerten Geheimnisschutz vor der Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten geschützt sind. Menschen ohne Aufenthaltsstatus werden im Krankheitsfall durch das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe an qualifiziertes medizinisches Personal vermittelt, das sie kostenlos und anonym behandelt oder sie erhalten Hilfe bei der Malteser Migranten Medizin. Die Möglichkeiten beider sind jedoch begrenzt.

Best practice Beispiel: das MediBüro (nichtstaatliches medizinische Projekt für Menschen ohne Papiere)

Das Medibüro existiert seit 1996 als selbstorganisiertes und nichtstaatliches Projekt.
Sie vermitteln Menschen ohne Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung anonyme und kostenlose Behandlung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.
Eine Verständigung ist in der Regel in folgenden Sprachen möglich: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch; bei Bedarf bemühen sie sich um Unterstützung durch Dolmetscher/innen.

Seit der Gründung verfolgen sie als antirassistische Initiative das Ziel, die Gesundheitsversorgung von illegalisierten Geflüchteten und Migrant_innnen auf politischem und pragmatischem Wege zu verbessern.
Da der faktische Ausschluss von Illegalisierten aus dem regulären Gesundheitssystem vor allem politisch begründet ist, wollen sie durch Öffentlichkeitsarbeit Bewusstsein schaffen für diese Problematik und fordern politische Lösungen.

Alle Mitwirkenden arbeiten unentgeltlich in dem Projekt.

Sie finden sie:
immer montags und donnerstags von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr
im Mehringhof
Gneisenaustr. 2a
Hinterhof, Aufgang 3, 2. Stock
10961 Berlin-Kreuzberg
U-Bahnhof Mehringdamm U6/U7

Telefon: 030. 69 46 746
E-Mail: info@medibuero.de
Webseite: www.medibuero.de

Weitere wichtige Adresse für die medizinische Versorgung von Menschen ohne Papiere:

Praxis für obdachlose und bedürftige Menschen
c/o
GEBEWO pro
Stralauer Platz 32
10243 Berlin-Friedrichshain
Tel.   030- 29 66 85 36
Fax   030- 29 66 85 37

Montag          9:00 bis 12:00
Dienstag       9:00 bis 12:00
Mittwoch        9:00 bis 12:00
Donnerstag   9:00 bis 13:00 Uhr
Freitag           9:00 bis 12:00

Obdachlosenpraxis Lichtenberg
c/o Humanistischer Verband  Deutschland

Weitlingstraße 11
10317 Berlin-Lichtenberg

Tel  030- 52 69 56-39
Fax 030- 52 69 56-39

Montag           09.00 – 12.00  Uhr
Dienstag        10.00 – 13.30  Uhr
Mittwoch         09.00- 12.00 Uhr
Donnerstag    09.00 – 12:00 Uhr
Freitag            10.00 – 13.30 Uhr

Malteser Migranten Medizin

Malteser Hilfsdienst e.V.
Aachener Straße 12
10713 Berlin
http://www.malteser-berlin.de
Telefon: 030 82 72 2102
Telefax: 030 82 72 2386
E-Mail: MMMedizin@aol.com

Weitere Informationen, besonders für Ärzt_innen, finden Sie in der Broschüre  „Faltblatt für Patienten ohne Versicherung“ von der Bundesärztekammer.

 


Informationsmaterial und Links der Aids-Hilfe Potsdam zur HIV-Prävention für MigrantInnnen und Flüchtlinge

Hier finden Sie interessante Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen, aus unterschiedlichen Quellen. Sie sind sehr klar und gut gemacht und können bei jedem_r eingesetzt werden.

Die AIDS-Hilfe Potsdam hat 2015 eine Broschüre und ein Plakat über die Tests- und Beratungsstellen in Brandenburg erstellt. Dieses Material ist in 13 Sprachen verfügbar (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Farsi, Russisch, Albanisch, Tigrinja, Swahili, Fulfulde, Serbisch, Tschetschenisch und Paschtu) und kann jederzeit mithilfe des Formulars bestellt werden.

Sie können auch Material (auf Deutsch, Englisch, Russisch und Französisch) bei der Deutschen AIDS-Hilfe oder bei der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) in über 23 Sprachen bestellen.

HIV Übertragung und AIDS-Gefahr (Ahramisch, Arabisch, Albanisch, Englisch, Farsi, Französisch, Kiswahili, Sorani, Kuranci, Lingala, Serbisch) mit und ohne Piktogramme
HIV: wo bestehen Risiken und wo nicht? (Schweizer AIDS-Hilfe, Französisch, Englisch, Albanisch, Russisch…) 

AfroLeben Plus: Netzwerk für HIV-positive Afrikaner_innen (Fr, De, En)