HIV/Aids Prävention für Migrant_innen und Flüchtlinge in Brandenburg

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Nach dem „Königsteiner Schlüssel“ (Verteilungsschlüssel der Migrant_innen in der Bundesrepublik Deutschland) nimmt Brandenburg 3,07%[1] der neuen ankommenden Migrant_innen in Deutschland auf. Im Jahr 2015 hat Brandenburg über 24.000 neue Migrant_innen empfangen (zur Erinnerung: in 2014 waren sie ungefähr 6000).

Deutschland hat 2015 gezeigt, dass die erfolgreiche Integration von mehreren Tausenden von Flüchtlingen eine vielseitige Herausforderung ist, die nur mit einem effizienten und organisierten Einsatz aller Akteure möglich ist.

Das Wohlbefinden und die Gesundheit von Migrant_innen sind wichtige Kriterien einer erfolgreichen Integration.

Die Zahlen der HIV-Infektionen bei Migrant_innen in Deutschland steigen weiterhin an. Über 42% der HIV-Infektionsfälle bei Migrant_innen werden in der Bundesrepublik erworben. 32% der neuen positiven  HIV-Diagnosen (2014) betreffen Menschen mit Migrationshintergrund[2]. Migrant_innen, bei denen eine HIV Infektion in Deutschland festgestellt wird, brauchen eine medizinische Versorgung und eine kompetente psychosoziale Betreuung in Deutschland.

Die oben genannten Zahlen erklären, warum die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) die Migrant_innen als wichtige Zielgruppe der HIV-Prävention betrachtet. Die AIDS-Hilfe Potsdam e. V. (AHP) als Mitglied der DAH, will durch verschiedene interne Projekte die HIV-Prävention und die Betreuung HIV positiver Menschen in der Migrant_innen Community verstärken und dabei darauf achten, die Integration dieser Personen in und außerhalb der Communities gelingt. Tatsächlich sind die Bekämpfung HIV-basierten Diskriminierungen und das Engagement von Multiplikator_innen aus den verschiedenen Communities wichtige Teile dieses Projektes.

[1] Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 2014

[2] Quelle: Robert Koch Institut

Das Projekt „HIV/Aids und STI Prävention bei Flüchtlingen im Land Brandenburg“ wird von der Deutsche AIDS Stiftung (mit Mitteln dem Verband der Privaten Krankenversicherung), der UNO-Flüchtlingshilfe, IKK Brandenburg und Berlin und MSD Sharp und Dohme finanziert. Wir bedanke uns bei den recht herzlich

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