Protokoll 7. Fachtagung

7. Fachtagung der Initiative Brandenburg – Gemeinsam gegen Aids

Am 12. November im Ministerium des Innern des Landes Brandenburg

1. Teil der Fachtagung

Begrüßung der Teilnehmer durch Frau Kaschubowski Eröffnung der Veranstaltung durch die Ministerin Dagmar Ziegler, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie. Anschließend folgten folgende Referate:

„Aktuelle epidemiologische Situation, HIV-Infektionen, AIDS-Erkrankungen und dem Einfluss der Syphilis in DE, BRB und BLN“
Herr Dr. Jörg Bätzing-Feigenbaum, Robert Koch-Institut Abteilung für Infektionsepidemiologie Fachgebiet 34 – HIV/ AIDS und andere sexuell oder durch Blut übertragbare Infektionen, Berlin

„HIV-Schnelltest in der Beratungsstelle von MOM – Erfahrungen Tendenzen“
Marcus Behrens, Mann-O-Meter e.V., Berlin

„Beratungsrecht, das neue Rechtsdienstleistungsgesetz“
Werner Hesse, Der Paritätische Gesamtverband, Berlin

2. Teil der Fachtagung

Diskussion und Abstimmung zu den
Gesundheitszielen 1 -3 im Bereich HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten

Ziel 1-3
Frau Kaschubowski, Herr Dr. Güthoff und Herr Dr. Hamdali legten die Rechenschaftsberichte der drei Arbeitsgruppen vor. Die Ziele-Tabellen werden entsprechend der im Verlauf der Diskussion erörterten Änderungen und Ergänzungen überarbeitet und bilden die Grundlage für die Arbeitsplanung der Arbeitsgruppen 1-3 in 2009.

Ergebnisse der Diskussion:

Ziel 1)
Die TeilnehmerInnen der Fachtagung stellen Anfragen zu folgenden Punkten:

Kreativwettbewerb „Gestaltung einer Kondomverpackung“
Der Kreativwettbewerb ist erfolgreich in Brandenburg gelaufen. Die Preisträger wurden prämiert und das Siegermotiv wurde als Kondomverpackung gedruckt und genutzt. 2009 sollen Safer – Sex – Päckchen hergestellt werden, die dann Landesweit über die Schulabgangsuntersuchung der 10. Klassen verteilt werden. Inhalt des Päckchens werden ebenfalls nach Landkreis sortiert die Beratungsangebote zur sexuellen Gesundheit sein.

HIV/AIDS-Präventionsprojekt LOVE-SEX-SAFE – Zielgruppe MSM
Das Safer-Sexportal: www.love-sex-safe.de wird am Abend des 12. November starten. Damit ist eines weiteres Information- und Beratungsangebot für schwule Männer in Brandenburg vorhanden.

Weitere Förderung des Projektes BORDERNET work
Frau Maschler vom MASGF kann noch keine definitive Aussage geben, da bisher noch keine Entscheidung über eine weitere Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit getroffen wurde.

Zugang zu Verhütungsmitteln in Brandenburger Haftanstalten Eine Teilnehmerin fragt an, ob es in Brandenburger Haftanstalten möglich ist (wie in Berlin) kostenlos Verhüt
ungsmittel über die Gesundheitsdienste an Inhaftierte abzugeben. Die Arbeitsgruppe 1 wird eine Anfrage an das Berliner Justizministerium stellen und sich den Verfahrensweg beschreiben lassen. Ebenfalls wird geprüft, ob eine ähnliches verfahren für Brandenburg möglich ist.

Ziel 2)
Sensibilisierung der Ärzteschaft

Da Dr. Güthoff der alleinige Aktive in der Arbeitsgruppe 2 ist, bittet er die TeilnehmerInnen der Fachtagung dafür zu werden, dass ärztliches Personal sich an der Arbeit der AG 2 beteiligt. Die Ärztlichen Fortbildungen werden in 2009 fortgeführt und Fortbildungen für nichtärztliches Personal ebenfalls.

Umgang bei der Behandlung der Krätze
Dr. Güthoff hat geprüft, ob aktuelle Behandlungsstrategien sinnvoll sind und regt an, in Beratungsangeboten mit Fragestellungen zu dieser Erkrankung immer an Fachärzte für Dermatologie zu verweisen. Ebenfalls sollen Information- und Beratungsangebote in Bezug auf sexuell übertragbare Krankheiten, diese im Internet darstellen und veröffentlichen.

Ziel 3)
Angebote vom MIMI-Projekt

Die TeilhehmerInnen der Fachtagung werden aufgefordert die Angebote vom MIMI-Projekt, für die Präventionsarbeit mit Migranten zu nutzen und in die Arbeit einzubeziehen.

Gesundheitswegwegweiser
Dieser kann über das Internet in fünf Sprachen heruntergeladen und für die Arbeit mit Migranten genutzt werden.

Ergebnisse des Berichts „Gesundheit und Migration“
Teilergebnisse des Berichts wurden vorgetragen. Der Gesamtbericht ist zu finden unter:

Dolmetscherpool – FAZIT
Anfrage der Deutschen AIDS-Hilfe zur personellen Ausstattung und Finanzierung des Projektes wird beantwortet. Um das Projekt noch bekannter zu machen. Sind Veranstaltungen für Mitarbeiter im Gesundheitswesen geplant. Über eine zukünftige Finanzierung muss nach neuen Mittelgebern gesucht werden. Verhandlungen dahingehend wurden in die Wege geleitet. Sprachkurse nutzen? Ein Teilnehmer der Fachtagung informiert darüber, dass jugendspezifische Angebote für Migranten durch LAMBDA unterstützt werden. Antidiskriminierungsstelle Brandenburg Anfrage eines Teilnehmers der Fachtagung, ob die Antidiskriminierungsstelle Brandenburg auch für homosexuelle Diskriminierung zuständig ist. Die Antwort erfolgte durch Dr. Hamdali dahingehend, dass diese Stelle nur für Migranten und religiöse Tatbestände zuständig ist. Für homosexuelle Diskriminierung ist Frau Kreinsen vom Referat 23 des MASGF zuständig.

3. Teil der Fachtagung

Herr Bock von Katte e.V. stellt das neue Projekt/ Kampagne der DAH und BZgA „Ich weiß was ich tu“ vor. Nachfragen der Teilnehmer zum Projekt werden durch verschiedene Akteure der Kampagne beantwortet. Am Ende der Fachtagung erfolgte eine Vorstellungs- und Feedbackrunde aller TeilnehmerInnen.

S. Kaschubowski

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